Zum Consentmanger springen Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Kategorie-Navigation springen Zum Footer springen
Über 10.000 zufriedene Kunden Versandkostenfrei ab 1.500 € Einkauf auch vor Ort möglich Support: support@oeztrade.de

Süßigkeiten-Restposten: Wie Händler damit kalkulieren

17.09.2026 Blog
Süßigkeiten-Restposten: Wie Händler damit kalkulieren - Süßigkeiten-Restposten: So kalkulieren Händler | OEZSWEETS
Für Wiederverkäufer · Kalkulation

Süßigkeiten-Restposten: Wie Händler damit kalkulieren

Bei Süßwaren läuft nicht nur das Mindesthaltbarkeitsdatum ab. Hitze, Saison und Trend verkürzen die Zeit, in der ein Posten Geld verdient — so rechnest du das vor dem Einkauf durch.

Süßwaren-Sortiment ansehen →
Von der Vertriebsredaktion der OEZ Trade GmbH, Bielefeld | Stand: | Lesezeit ca. 9 Minuten
Gleicher Rabatt · völlig unterschiedliches Risiko
hitschies Saure Drachenzungen als Fruchtgummi mit langer Laufzeit Haribo Tropifrutti als Fruchtgummi-Klassiker Skittles Original Fruit als Kaubonbon Nerds Gummy Clusters als US-Importsüßware Warheads Cubes als saure Importsüßware Snickers 50 g als hitzeempfindlicher Schokoriegel Mardinni Dubai Chocolate als Trendschokolade Luppo Sandwichkuchen mit kürzerer Laufzeit Chupa Chups als Kassenartikel
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Die Mindestquote ist 100 minus Rabatt. Bei 30 Prozent Einkaufsvorteil musst du 70 Prozent des Postens zum regulären Preis verkaufen, sonst wäre Normalware besser gewesen.
  • Jeder Süßwaren-Posten hat vier Uhren: MHD, Hitze, Saison und Trend. Die Uhr, die zuerst abläuft, bestimmt dein Abverkaufsfenster.
  • Fruchtgummi und Kaubonbons sind die dankbarsten Posten. Schokolade kaufst du nicht vor dem Sommer, Saisonware nicht nach dem Fest.
  • Bei Importsüßwaren entscheidet das Etikett: deutsche Pflichtangaben, Warnhinweis bei Azofarbstoffen, kein E 171.

1. Welche Süßwaren sich als Restposten eignen

Wer Süßigkeiten-Restposten im Großhandel einkauft, kauft keine einheitliche Ware. Ein Karton Fruchtgummi und ein Karton Schokoriegel können denselben Rabatt haben und trotzdem ein völlig anderes Risiko tragen. Die allgemeinen Unterschiede zwischen Restposten, Sonderposten und Aktionsware haben wir im Beitrag Restposten und Sonderposten erklärt. Hier geht es nur um das, was bei Süßwaren anders ist.

WarengruppeLaufzeitHitzeHauptrisikoAls Posten
Fruchtgummi & JellylanggeringTrendsorten verlieren schnell ihren Reizgut geeignet
Kaubonbons & KaugummilanggeringKleine Einheiten, hohe Stückzahl pro Kartongut geeignet
Schokolade & RiegelmittelhochGrauschleier nach warmen Wochen, dann kauft keiner mehrHerbst bis Frühjahr
Kekse & GebäckmittelmittelBruch im Karton, Schokoüberzug schmilztmit Vorsicht
Kuchen & SoftcakeskurzmittelDas Datum ist oft schneller als der Abverkaufnur kleine Mengen
SaisonwaremittelhochNach dem Fest bricht die Nachfrage ein, egal was das MHD sagtnur vor der Saison

„Lang“, „mittel“ und „kurz“ vergleichen die Warengruppen untereinander. Was wirklich zählt, ist das Datum, das auf dem konkreten Posten steht.

Dankbare Posten LANGE LAUFZEIT
hitschies Saure Drachenzungen blau Haribo Sauer Worms Halal Avesta Lico Straws Fruits Halal Skittles Sour Sweet Flash Splash Gummy Fruits
Fruchtgummi, Jelly, Kaubonbons. Kaum hitzeempfindlich, lange haltbar, ganzjährig gefragt. Hier verzeiht dir ein Posten auch mal eine zu große Menge.
Heikle Posten KURZES FENSTER
Snickers Schokoriegel Kinder Bueno White KitKat Chunky White Luppo Sandwichkuchen Milk Chocolate Oreo Soft Cake Vanilla
Schokolade, Riegel, Softcakes, Saisonware. Nicht schlecht, aber nur mit exakt passender Menge und zur richtigen Jahreszeit.

2. Die Mindestquote: 100 minus Rabatt

Die wichtigste Frage bei einem Posten stellt fast niemand: Wie viel davon muss ich zum normalen Preis verkaufen, damit sich der Posten mehr lohnt als ganz normale Ware? Die Antwort passt in eine Zeile, und sie gilt unabhängig von deinem Verkaufspreis.

Die Regel
immer
100 %
dein Einkaufsvorteil
30 %
=
Mindestquote
70 %

Verkaufst du von einem Posten mit 30 Prozent Vorteil weniger als 70 Prozent zum regulären Preis und der Rest bleibt liegen, hättest du mit normaler Ware mehr verdient.

Warum die Rechnung aufgeht

Du kaufst 600 Beutel zu 70 Prozent des normalen Einkaufspreises. Das kostet dich so viel wie 420 Beutel zum Normalpreis. Verkaufst du am Ende genau 420, hast du dasselbe Geld ausgegeben und dasselbe eingenommen wie mit 420 Beuteln Normalware, nur mit 180 Beuteln mehr Arbeit im Lager.

Erst jeder Beutel über 420 ist echter Vorteil. Jeder Beutel darunter ist Verlust gegenüber dem normalen Einkauf. Der Verkaufspreis kürzt sich dabei heraus, darum funktioniert die Regel für jeden Artikel.

EinkaufsvorteilMindestquotebei 600 StückEinschätzung
20 %80 %480 StückNur für Artikel, die bei dir sicher laufen
30 %70 %420 StückTypischer Posten, rechnet sich mit sauberer Menge
40 %60 %360 StückLuft für Abschriften, wenn die Uhren passen
50 %50 %300 StückFrag nach dem Grund: Datum, Hitze oder Saison?
600 Beutel · 30 % Vorteil · wo die Gewinnzone beginnt
420 · Gleichstand
+180
Der Rabatt steckt komplett in den letzten 180 Beuteln. Genau die bleiben liegen, wenn die Menge zu groß war.
Die Mindestquote ist eine Untergrenze. Lagerplatz, gebundenes Kapital und Arbeitszeit sind darin noch nicht enthalten. Wie lange ein Posten dein Geld binden darf, steht in unserer 8-Wochen-Faustregel für Posten →

3. Die vier Uhren eines Süßwaren-Postens

Bei Getränken oder Chips reicht meist ein Blick aufs Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei Süßwaren nicht. Hier laufen vier Uhren gleichzeitig, und die Mindestquote musst du erreichen, bevor die erste davon abläuft.

1MHD-Uhr
Läuft bis zum aufgedruckten Datum, minus zwei bis vier Wochen Puffer für die letzte Abverkaufsstufe.
Betrifft vor allem: Kuchen, Softcakes, Gebäck
2Hitze-Uhr
Läuft bis zu den ersten warmen Wochen. Schokolade bekommt dann einen grauen Schleier. Das ist unbedenklich, aber im Regal greift niemand mehr zu.
Betrifft vor allem: Schokolade, Riegel, Überzüge
3Saison-Uhr
Läuft bis zum Fest, nicht bis zum MHD. Ein Weihnachtsmann im Januar ist nur noch Schokolade mit falscher Verpackung.
Betrifft vor allem: Weihnachts-, Oster- und Halloweenware
4Trend-Uhr
Läuft, bis der Hype vorbei ist. Taucht ein Trendartikel plötzlich als Posten auf, frag zuerst, warum er übrig ist.
Betrifft vor allem: Social-Media-Sorten, Limited Editions
Trendschokolade als Beispiel für einen Posten mit vier Uhren Beispiel: Trendschokolade, angeboten Anfang Mai
MHD-Uhr · 24 Wochen minus Puffer
22 Wochen
Trend-Uhr · Nachfrage flacht bereits ab
10 Wochen
Hitze-Uhr · erste warme Wochen ab Mitte Juni
6 Wochen
Saison-Uhr · kein Saisonartikel
läuft nicht
Auf dem Papier hält der Posten fast ein halbes Jahr. Dein echtes Fenster sind sechs Wochen, wenn du keine gekühlte Lagerfläche hast. Die Menge rechnest du also gegen sechs Wochen, nicht gegen 22.
Schokolade lagern: die drei Regeln
Kühl, trocken und dunkel, also nicht ins Schaufenster, nicht über die Heizung und nicht neben die Abluft des Getränkekühlers. Keine Temperatursprünge: Wer Schokolade kühlt und dann wieder ins warme Regal stellt, bekommt den Grauschleier schneller. Kartons nicht direkt an die Außenwand stellen, dort ist es im Sommer am wärmsten.

4. Rechenweg: einen Süßigkeiten-Posten in fünf Schritten prüfen

Das Angebot: 600 Beutel Fruchtgummi, 30 Prozent unter dem üblichen Einkaufspreis, Mindesthaltbarkeitsdatum in 20 Wochen, Klassiker-Sorte, Anfang Oktober. Klingt nach einem guten Posten. So prüfst du, ob er das für deinen Laden auch ist.

1Mindestquote berechnen
100 minus 30 Prozent Vorteil = 70 Prozent von 600 Beuteln.
420 Beutel
2Kürzeste Uhr finden
MHD 20 Wochen minus 3 Wochen Puffer = 17. Hitze, Saison und Trend laufen bei Fruchtgummi-Klassikern im Herbst nicht. Deine Obergrenze fürs gebundene Kapital liegt aber bei 8 Wochen.
8 Wochen
3Ehrlichen Wochenabsatz ansetzen
Nicht die beste Woche, sondern der Durchschnitt der Sorte, inklusive Aktionsfläche.
40 pro Woche
4Erreichst du die Quote im Fenster?
8 Wochen × 40 Beutel = 320. Gebraucht werden 420.
Nein
5Menge rückwärts bestimmen
Wochenabsatz × Fenster = 320 Beutel. Auf volle Kartons abgerundet: Frag nach der halben Menge.
300 Beutel
600 Beutel nehmen
53 % verkauft
Quote 70 % nicht erreicht
Nach acht Wochen stehen noch 280 Beutel im Lager. Du liegst unter dem Ergebnis, das du mit normaler Ware gehabt hättest, und musst den Rest reduzieren.
300 Beutel nehmen
100 % verkauft
Quote 70 % nach gut 5 Wochen erreicht
Nach knapp acht Wochen ist alles verkauft. Ab Woche sechs verdienst du jeden Beutel mit dem vollen Einkaufsvorteil.

Rechenbeispiel mit gerundeten Werten zur Veranschaulichung, keine Preisangabe. Wochenabsatz und Restlaufzeit hängen von Standort, Sorte und Posten ab. Deine Einkaufspreise siehst du nach der Freischaltung als Gewerbekunde.

Die Renner lieber nachbestellbar

Läuft eine Sorte aus dem Posten gut, willst du nachlegen. In unserem Süßwaren-Sortiment findest du Fruchtgummi, Kaubonbons und Schokolade als reguläre, nachbestellbare Ware in Kartongebinden.

hitschies Saure Drachenzungen Haribo Tropifrutti Skittles Original Fruit Kinder Bueno Lion Riegel Nerds Gummy Clusters
Freischaltung mit Gewerbeanmeldung und USt-IdNr., in der Regel innerhalb eines Werktags. Bei einer Postenanfrage hilft uns: Warengruppe, Wunschmenge und dein ehrlicher Wochenabsatz. Dann sagen wir dir, ob die Menge zu deinem Laden passt.

5. Etikett-Check bei Import-Süßwaren im Posten

Viele Sonderposten bei Süßigkeiten sind Importware: US-Candy, asiatische Gummies, türkisches Gebäck. Hier kann die beste Kalkulation am Etikett scheitern. Drei Punkte prüfst du, bevor du über den Preis redest.

1 · Deutsche Pflichtangaben
Bezeichnung, Zutaten, Allergene, Nährwerte und MHD müssen in deutscher Sprache vorliegen, § 2 Absatz 1 LMIDV. Ein Zusatzetikett ist erlaubt, wenn es nichts Wichtiges verdeckt.
2 · Warnhinweis bei Farbstoffen
Enthält die Süßware einen von sechs Farbstoffen, muss seit dem 20. Juli 2010 der Hinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ auf der Packung stehen.
3 · Kein E 171
Titandioxid ist seit dem 7. Februar 2022 als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr zugelassen. Steht es in der Zutatenliste, lass den Posten stehen.

So heißen die Stoffe auf US-Etiketten

Amerikanische Süßwaren nennen Farbstoffe anders als die EU. Mit dieser Übersicht erkennst du sie in der englischen Zutatenliste.

EU-BezeichnungAuf US-EtikettenWas das für den Posten heißt
Allurarot AC · E 129Red 40Warnhinweis auf Deutsch nötig
Tartrazin · E 102Yellow 5Warnhinweis auf Deutsch nötig
Gelborange S · E 110Yellow 6Warnhinweis auf Deutsch nötig
Chinolingelb E 104, Azorubin E 122, Cochenillerot A E 124in US-Ware seltenWarnhinweis auf Deutsch nötig
Erythrosin · E 127Red 3für Süßwaren in der EU nicht zugelassen
Titandioxid · E 171Titanium Dioxide (Color)nicht mehr zugelassen, Finger weg
Was die Behörden dazu festhalten

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat 2022 bekanntgegeben, dass Titandioxid mit der Verordnung (EU) 2022/63 zum 7. Februar 2022 nicht mehr als Zusatzstoff E 171 zugelassen ist. Bereits hergestellte Lebensmittel durften noch bis zum 7. August 2022 in Verkehr gebracht werden und danach nur bis zu ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Markt bleiben.

Dass der Farbstoff-Warnhinweis in der Praxis oft fehlt, zeigt eine Untersuchung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit an bunten Zuckerwaren von Volksfesten: Der Hinweis war dort häufig fehlerhaft oder gar nicht vorhanden. Bei Postenware aus dem Ausland lohnt der Blick deshalb doppelt.

Quellen: BVL – Verbot von Titandioxid in Lebensmitteln · Lebensmittelklarheit – Azofarbstoffe · LGL Bayern – Bunte Zuckerwaren · § 2 LMIDV

Getränke im selben Posten? Bei Importdosen kommen Pfand und Rücknahme dazu. Das haben wir getrennt aufgeschrieben: Pfand und Kennzeichnung bei Importgetränken →

6. Abverkaufsplan: Kontrollpunkte statt Bauchgefühl

Ein Posten scheitert selten in der letzten Woche. Er scheitert in Woche vier, wenn niemand merkt, dass er hinter dem Plan liegt. Setz dir deshalb zwei feste Kontrollpunkte. Beispiel: die 300 Beutel aus dem Rechenweg, 40 Beutel pro Woche geplant.

Soll-Abverkauf in Prozent der Postenmenge
27 %Woche 2
53 %Woche 4 · Kontrolle
80 %Woche 6 · Kontrolle
100 %Woche 8
Woche 1 bis 3
Regulärer Preis, gute Fläche
Aktionskorb am Eingang oder Display an der Kasse. Kein Rabatt-Schild: Die ersten Wochen verdienst du den vollen Vorteil.
Kontrolle Woche 4
Unter 45 %? Umplatzieren
Zweitplatzierung direkt an der Kasse, kleine Einheiten in Griffhöhe. Beim Preis noch nichts tun.
Kontrolle Woche 6
Unter 70 %? Maßvoll reduzieren
Jetzt ist die Mindestquote in Gefahr. Ein Mengenpreis wie „2 Beutel für …“ bewegt mehr als ein großer Rabatt auf einen Beutel.
Kurz vor dem Datum: Wie du Ware mit kurzem oder überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum korrekt auszeichnest, steht mit fertigen Schildtexten im Beitrag MHD-Ware richtig verkaufen →

Checkliste: acht Fragen vor der Zusage

Welcher Einkaufsvorteil, welche Mindestquote?
100 minus Rabatt. Die Zahl schreibst du dir auf, bevor du über die Menge redest.
Welches konkrete MHD hat der Posten?
Das Datum, nicht „lange haltbar“. Davon ziehst du zwei bis vier Wochen Puffer ab.
Enthält der Posten Schokolade oder Überzüge?
Dann läuft die Hitze-Uhr. Zwischen Mai und August nur mit kühlem Lager.
Ist es Saisonware?
Das Fenster endet am Fest. Nach Weihnachten oder Ostern kaufst du keine Saisonposten mehr ein.
Warum ist der Trendartikel übrig?
Überproduktion ist ein guter Grund. Abflauender Hype ist ein schlechter.
Passt die Menge in Wochenabsatz mal Fenster?
Wenn nicht, frag nach einer kleineren Menge in vollen Kartons.
Stimmt das Etikett bei Importware?
Deutsche Pflichtangaben, Farbstoff-Warnhinweis, kein E 171.
Sind die Umkartons in Ordnung?
Bei Keksen und Riegeln bedeutet ein gestauchter Karton Bruch, und Bruch ist unverkäuflich.
Für das nächste Angebot: Druck dir die acht Fragen aus und leg sie neben das Telefon. Checkliste drucken

7. Häufige Fragen zu Süßigkeiten-Restposten

Wie kalkuliere ich Süßigkeiten-Restposten richtig?
Mit der Mindestquote: 100 Prozent minus Einkaufsvorteil. Bei 30 Prozent Vorteil musst du 70 Prozent des Postens zum regulären Preis verkaufen, sonst wäre normale Ware besser gewesen. Dann prüfst du, ob dein Wochenabsatz diese Menge schafft, bevor die kürzeste der vier Uhren abläuft: Mindesthaltbarkeitsdatum, Hitze, Saison oder Trend.
Welche Süßigkeiten eignen sich am besten als Restposten?
Fruchtgummi, Jelly und Kaubonbons. Sie sind lange haltbar, kaum hitzeempfindlich und das ganze Jahr gefragt. Schokolade und Riegel eignen sich von Herbst bis Frühjahr, Kuchen und Softcakes wegen der kurzen Laufzeit nur in kleinen Mengen. Saisonware lohnt sich nur vor dem Fest.
Wann sollte ich Schokolade nicht als Posten kaufen?
Kurz vor und im Sommer, wenn du kein kühles Lager hast. Nach warmen Wochen bekommt Schokolade einen grauen Schleier. Er ist gesundheitlich unbedenklich, aber die Ware verkauft sich dann kaum noch. Rechne die Menge gegen die Wochen bis zur ersten Wärmeperiode, nicht gegen das Mindesthaltbarkeitsdatum.
Was mache ich mit Saison-Süßwaren nach dem Fest?
Direkt nach dem Fest deutlich reduzieren und sichtbar platzieren, denn die Nachfrage fällt sofort, nicht erst mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Besser ist, das zu vermeiden: Saisonposten so bemessen, dass die Mindestquote vor dem Fest erreicht ist.
Welche Import-Süßigkeiten darf ich nicht verkaufen?
Ware ohne deutsche Pflichtangaben, Ware mit Titandioxid (E 171), das seit dem 7. Februar 2022 nicht mehr als Zusatzstoff zugelassen ist, und Ware mit Farbstoffen, die in der EU für Süßwaren nicht zugelassen sind, etwa Erythrosin (E 127, auf US-Etiketten „Red 3“). Enthält eine Süßware Tartrazin, Chinolingelb, Gelborange S, Azorubin, Cochenillerot A oder Allurarot AC, muss der Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ auf der Packung stehen.
Wie groß sollte ein Süßwaren-Posten für einen Kiosk sein?
So groß wie dein ehrlicher Wochenabsatz der Sorte mal das Abverkaufsfenster, höchstens acht Wochen. Verkaufst du 40 Beutel pro Woche, sind das maximal 320 Beutel, auch wenn der Staffelpreis für die ganze Palette verlockender aussieht.
Woher diese Einschätzung kommt

Die OEZ Trade GmbH ist selbst Importeur und handelt regelmäßig mit Sonderposten, Importüberschüssen und Aktionsware. Mit über 500 Süßwaren-Artikeln beliefern wir Kioske, Spätis, Tankstellen und Automatenbetreiber aus Bielefeld. Die Fragen in diesem Beitrag stellen uns Händler, bevor sie einen Süßwaren-Posten zusagen.

Wie die Zahlen zu lesen sind
  • Die Mindestquote ist reine Rechnung: Sie vergleicht den Posten mit dem Kauf derselben verkauften Menge als Normalware. Lagerplatz und gebundenes Kapital sind darin nicht enthalten.
  • Rechenweg, Uhren und Kontrollpunkte arbeiten mit gerundeten Beispielwerten. Sie sind eine Veranschaulichung, keine Preisangabe und keine Zusage.
  • Die Rechtslage zu Kennzeichnung, Farbstoffen und Titandioxid ist im Abschnitt Etikett-Check mit den Fundstellen von BVL, Lebensmittelklarheit, LGL Bayern und LMIDV belegt.
  • Deine Konditionen siehst du als freigeschalteter Gewerbekunde im Shop.

Dieser Beitrag ist eine kaufmännische Einschätzung aus Händlersicht und gibt die Rechtslage allgemein verständlich wieder. Er ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung. Ob ein konkreter Artikel verkehrsfähig ist, prüfst du als Lebensmittelunternehmer selbst, im Zweifel gemeinsam mit der zuständigen Lebensmittelüberwachung.

OEZ Trade GmbHHansestraße 9, 33689 Bielefeld
HandelsregisterAmtsgericht Bielefeld, HRB 46058
GeschäftsführerDenis Öztürk
USt-IdNr.DE452440879
Süßwaren501 Artikel
Posten für die Aktionsfläche, Sortiment fürs Regal

Ein guter Posten endet irgendwann. Was dein Regal dauerhaft trägt, bestellst du nach: Fruchtgummi, Kaubonbons, Schokolade und Import-Süßwaren aus den USA, der Türkei und Asien bei einem B2B-Großhandel mit persönlichem Ansprechpartner.

501 Süßwaren im Sortiment Händlerpreise nach Freischaltung Versandkostenfrei ab 1.500 € netto

Einkaufspreise und Gebindegrößen sind Gewerbekunden vorbehalten. Freischaltung mit Gewerbeanmeldung und USt-IdNr., in der Regel innerhalb eines Werktags. Du suchst einen bestimmten Posten? Schreib uns, was du suchst →

Passend dazu
Restposten und SonderpostenRestposten und Sonderposten: So machen Händler daraus MargeDie allgemeine Postenlogik: Warenarten, 8-Wochen-Regel und Prüfliste.Lesen → MHD-Ware verkaufenMHD-Ware richtig verkaufen: Was Händler beachten müssenRechtslage, Kalkulation und Preisauszeichnung bei kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum.Lesen → SortimentsfehlerDie 5 Sortimentsfehler, die Händlern am meisten Marge kostenWoran im laufenden Betrieb am häufigsten Marge verloren geht.Lesen → Kiosk-ErstbestückungKiosk-Sortiment: Die Erstbestückungs-Liste für HändlerWarengruppen, Sortenzahl und Budgetverteilung für die erste Bestellung.Lesen → Pfand und Kennzeichnung bei ImportgetränkenPfand und Kennzeichnung bei ImportgetränkenWann Importware pfandpflichtig ist und was auf dem Etikett stehen muss.Lesen → Großhandel für KioskGroßhandel für Kiosk: Sortiment, Gebinde und KonditionenWelche Warengruppen dein Kiosk braucht und in welchen Gebinden du sie einkaufst.Lesen → Lagerverkauf BielefeldLagerverkauf Bielefeld: Cash & Carry für HändlerPosten vor Ort ansehen, bevor du zusagst.Lesen →
Stand: 10.09.2026 · OEZ Trade GmbH, Bielefeld · Belieferung ausschließlich an Gewerbetreibende

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.
Loading ...